Konfliktlösungen sind immer dann am tragfähigsten, wenn sich die Streitenden zu ihnen selbstverantwortlich durchgerungen haben.

Aufgabe der Mediation ist es, die Beteiligten zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre Fähigkeiten zu kreativem Verhandeln zu nutzen.

Indem Sie die Initiative ergriffen haben, um sich mit dem Angebot der Mediation vertraut zu machen, haben Sie einen ersten wichtigen Schritt getan.

Sollten Sie weitere Informationen wünschen, kontaktieren Sie mich bitte telefonisch oder per E-Mai.

 

Was bedeutet Mediation?

Mediation (lat. Vermittlung) ist ein außergerichtliches Verfahren zur konstruktiven Lösung von Konflikten, die eine Alternative zum Streit vor Gericht darstellt.

Ziel der Mediation ist eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung, die die Zukunft gestaltet und als verbindliche Vereinbarung festgehalten wird.

Das Mediationsverfahren basiert u. a. auf den Erkenntnissen der interdisziplinären Konflikt- und Kommunikationswissenschaft und dem sog. Harvard-Konzept für erfolgreiches Verhandeln.

In anderen Ländern, beispielsweise in den USA oder Norwegen wird Mediation bereits seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt und ein Großteil der Streitverfahren auf diese Art und Weise beigelegt.

Was ist das Besondere an Mediation?

Eigenverantwortlichkeit und Autonomie der Parteien
⦁ die Beteiligten versuchen in eigener Verantwortung eine für sie maßgeschneiderte Lösung zu finden, sie bestimmen selbst das Ergebnis
⦁ der Mediator steuert und organisiert den Verlauf, hat jedoch keine Entscheidungsbefugnis hinsichtlich der zu klärenden Konflikte
Neutralität und Allparteilichkeit des Mediators
⦁ der Mediator begibt sich nicht auf die Seite eines Konfliktpartners, sondern nimmt die Sichtweisen der Parteien gleichwertig und gleichmäßig wahr
Freiwilligkeit
⦁ die Parteien entschließen sich aus freiem Willen zur Teilnahme
Informiertheit
⦁ Entscheidungen sollen auf der Basis aller notwendigen Informationen getroffen werden

Warum ist Mediation sinnvoll?

 

Konflikte sind normal und begegnen uns fast täglich.

Ob innerhalb einer Familie oder unter Geschäftspartnern, zwischen Nachbarn oder am Arbeitsplatz – Konflikte kommen in allen Lebensbereichen vor. Sie resultieren oftmals aus unterschiedlichen Wahrnehmungen, aus Missverständnissen oder aus – oft nur vermeintlich – unterschiedlichen Interessen.

Konflikte können Anlass zu positiver Veränderung und für Innovationen sein. Es gibt Möglichkeiten, mit Konflikten konstruktiv umzugehen.

Häufig wissen die Beteiligten aber nicht, wie sie einen Streit konstruktiv und zukunftsorientiert lösen können. Vielfach ist auch die Kommunikation der Beteiligten gestört oder ganz abgebrochen. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, einen Dritten einzuschalten um das Gespräch wieder in Gang zu bringen, um Sichtweisen und Interessen zu klären, damit die Beteiligten neue Wege und Lösungen diskutieren und beschreiten können.

Konfliktlösungen sind immer dann am tragfähigsten, wenn sich die Streitenden zu ihnen selbstverantwortlich durchgerungen haben. Die Mediation unterstützt und hilft den Beteiligten, ihre Fähigkeiten zu kreativem Verhandeln zu nutzen.

Welche Vorteile bietet Mediation?

Wird ein Streit vor Gericht ausgetragen, dauert das Verfahren meist lange, das Ergebnis ist oft nicht vorhersehbar und das Verhältnis zwischen den Parteien ist nach Abschluss des Verfahrens meist zerrüttet.

Demgegenüber bietet die Mediation eine Reihe von Vorteilen, nämlich:

Keine Entscheidung durch Unbeteiligte

⦁ Entscheidungen werden nicht durch Dritte getroffen, sondern die Parteien selbst bestimmen Anfang und Ende sowie Inhalt und Ergebnis des Mediationsverfahrens.

Individuelles Ergebnis

⦁ Das Ergebnis ist individuell und es orientiert sich an den Bedürfnissen der Beteiligten. Die Standpunkte, Interessen und Ziele der Parteien werden angemessen berücksichtigt, dadurch gibt es keine Gewinner/Verlierer-Situation.

Berücksichtigung verschiedener Aspekte

⦁ Bei einer Mediation sind nicht nur rechtliche Fragen von Bedeutung, vielmehr können von den Parteien alle, also auch die wirtschaftlichen und sozialen, persönlichen und emotionalen Aspekte eines Konflikts in die Diskussion eingebracht werden.

Zukunftsorientierte Lösung

⦁ Die Mediation strebt eine zukunftsorientierte Lösung an, bei der beide Seiten gewinnen können – Gerichtsentscheidungen weisen in der Regel keine in die Zukunft weisenden gestalterischen Elemente auf.

Interessen und Ziele sind wichtig

⦁ Im Vordergrund stehen die aktuellen Interessen und Ziele der Parteien und nicht die wertende Beurteilung der Vergangenheit.
Unbürokratisches Verfahren
⦁ Das Mediationsverfahren ist ein unbürokratisches und flexibles Verfahren, u. a. werden Termine nicht vorgegeben, sondern abgestimmt.

Aufrechterhaltung von Beziehungen

⦁ Mediation dient der Erhaltung, Wieder- herstellung und Verbesserung der geschäftlichen bzw. persönlichen Beziehungen.

Keine Öffentlichkeit
⦁ Das Verfahren ist vertraulich, die Öffentlichkeit bleibt außen vor, dadurch können Geschäftsgeheimnisse bewahrt und Imageverluste vermieden werden.

Kosten- und Zeitersparnis
⦁ Mediation hat den Vorteil der Zeit- und Kostenersparnis gegenüber dem Gerichts- verfahren, insbesondere bei mehreren Instanzen.

Welche Aufgabe hat der Mediator?

⦁ er begleitet die Parteien auf dem Weg der Konfliktlösung indem er die Konfliktbearbeitung leitet und moderiert
⦁ er fördert und führt mit geeigneten Kommunikations- und Verhandlungstechniken den Verständigungsprozess der Beteiligten
⦁ er hilft den Parteien, die strittigen Themen und Streitpunkte zu identifizieren
⦁ er achtet darauf, dass beide Seiten ihre Interessen gleichberechtigt formulieren und konstruktiv darüber verhandeln
⦁ er unterstützt die Beteiligten beim Erarbeiten ihrer Lösung

Wo kann Mediation angewendet werden?

 

 

Mediation ist universell einsetzbar. Grundsätzlich lassen sich alle Konflikte mediieren. Selbst in Fällen, in denen die Atmosphäre aufgrund von erheblichen Enttäuschungen und Verletzungen vergiftet ist und eine gütliche Einigung unmöglich erscheint, kann Mediation die Lösung sein.

Entscheidend ist letztlich, die Bereitschaft der Parteien, „trotz allem“ die Streitfragen konstruktiv und zukunftsorientiert lösen zu wollen.

Besonders geeignet ist Mediation, wenn die Parteien – aus welchen Gründen auch immer – ein Interesse an einer künftig weiterbestehenden persönlichen oder geschäftlichen Beziehung haben.

Der Anwendungsbereich der Mediation umfasst daher u. a.:

Regelungen bei Trennung von Ehe- oder Lebenspartnern
⦁ z. B. Regelungen zum Umgang mit Kindern, zu Unterhaltsfragen, zur Aufteilung des Vermögens etc.
Konflikte zwischen Unternehmen und Geschäftspartnern
⦁ z. B. Störungen in Kunden/Lieferantenbeziehungen, Fusionen und Firmenübergänge, Unternehmensnachfolge, Wettbewerbsstreitigkeiten etc.
Konflikte zwischen Gesellschaftern
⦁ z. B. hinsichtlich der weiteren Zusammenarbeit oder bei Gesellschafterauseinandersetzungen
Streitigkeiten im Arbeitsleben

⦁ z. B. Mobbing, Konflikte zwischen Abteilungen, Teams, bei Umstrukturierungsproblematik etc.

Erbstreitigkeiten

⦁ z. B. bei Regelungen der Erbfolge zu Lebzeiten oder Erbauseinandersetzungen

Nachbarschaftsstreitigkeiten
Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermieter
Streitigkeiten in Eigentümergemeinschaften

Welche Kosten entstehen bei einer Mediation?

Die Kosten der Mediation werden nach Stundensätzen abgerechnet. Die Höhe des Stundensatzes richtet sich nach der Art des Konflikts.

Die Kosten werden von den Konfliktparteien zu gleichen Teilen getragen, soweit nichts anderes vereinbart wird.

Die Dauer einer Mediationssitzung beträgt in der Regel
1 ½ bis 2 Stunden. Wie viele Sitzungen erforderlich sind, hängt von den Konfliktparteien ab und vom Umfang der zu bearbeitenden Streitpunkte.

Über mich

Nathalie Natarajan
⦁ Jahrgang 1966
⦁ Schulzeit im Raum Tübingen
⦁ Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg
⦁ seit 1995 als Rechtsanwältin tätig
⦁ 1998 Gründung der Sozietät Adomeit Natarajan und Partner in Chemnitz
⦁ 2006 Abschluss der Ausbildung zur Mediatorin beim Institut für Mediation, Streitschlichtung und Konfliktbearbeitung (IMS)
⦁ 2007 Spezialisierungskurs Familienmediation
⦁ 2008 Fortbildung zur Wirtschaftsmediatorin unter Barbara Filner (National Conflict Resolution Center, San Diego, USA)
⦁ 2011 Lehrgang: Innerbetriebliche Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement beim Institut für Mediation und Beziehungsmanagement (IMB GmbH)
⦁ 2012 Teilnahme am 1. Mediationskongress in Ludwigsburg
⦁ 2014 Lehrgang Beziehungs- und Paarpsychologie, Kindbezogene Psychologie bei der AdvoPro GmbH
⦁ 2014 Teilnahme am 2. Mediationskongress in Ludwigsburg
⦁ 2015 Lehrgang Interkulturelles Konfliktmanagement beim Institut für Kommunikation und Mediation Dr. Barth (IKOME)
⦁ 2015 Teilnahme an der Fachtagung der AG Mediation des Deutschen Anwaltsvereins in Stuttgart
⦁ 2016 Teilnahme am Leipziger Mediationsforum der Steinbeis-Hochschule Berlin
⦁ 2016 Teilnahme an der Fachtagung der BAFM in Nürnberg
⦁ 2018 Seminar Arbeitsplatzmediation beim Institut für Mediation, Stretischlichtung und Konfliktmanagement (IMS)
⦁ 2018 Teilnahme am Barcamp Mediation 4.0 der Verbände BAFM, BM und BMWA
⦁ 2018 Seminar Mediation bei Börsartigkeit/ Klärungshilfe bei Tilmann Metzger
⦁ 2020 Seminar Hoch-konflikthafte Scheidungen beim Institut für Mediation, Streitschlichtung und Konfliktmanagement (IMS)

„Es ist mir wichtig, dass Konflikte gelöst und nicht geschürt werden.
Als Mediatorin begleite und unterstütze ich Sie bei der Bearbeitung des Konflikts, damit Sie selbst eine Lösung für ihren Streit finden.“

Kontakt

0371 46116-0
info@chemnitz-mediation.de

Kanzlei

Adomeit • Natarajan und Partner
Untere Aktienstr. 7
09111 Chemnitz